Der Verbesserungsvorschlag im betrieblichen Vorschlagswesen!
In vielen Betrieben gibt es ein betriebliches Vorschlagswesen und eine feste Struktur für die Einreichung, Bearbeitung, Prüfung und Entscheidung über die Annahme eines Verbesserungsvorschlags. Auch das Belohnungssystem ist in den Betrieben in den meisten Fällen festgelegt, die ein betriebliches Vorschlagswesen im Unternehmen integriert haben. Ob man das jetzt betriebliches Vorschlagswesen, Ideenmanagement, oder ein System für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess  (KVP) nennt, spielt dabei keine Rolle. Der Sinn und Zweck eines Vorschlagswesen ist, dass die Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens aufgenommen werden, die in ihrem eigenen Arbeitsprozess verbesserungswürdige Arbeiten oder Arbeitsschritte erkennen, die man verbessern und damit kostengünstiger gestalten kann.

IdeenmanagementDer erste Verbesserungsvorschlag kann die Einführung eines Ideenmanagement sein!
Sollte es noch kein solches System in dem Unternehmen geben, in dem man arbeitet, wäre das eine Idee, die man durchaus als Verbesserungsvorschlag einreichen könnte. Da der Nutzen davon nicht sicher ist, darf man nur nicht mit einer Prämie dafür rechnen. Wenn man eine Idee für eine sinnvolle und kostensparende Idee in einem Betrieb hat, in dem es kein Vorschlagswesen gibt, sollte man vielleicht erst einmal den Vorschlag machen ein solches System einzuführen. Wenn es einen Betriebsrat gibt, wäre der Weg über den Betriebsrat richtig, der dann mit der Unternehmensleitung eine Betriebsvereinbarung aushandeln würde. Wenn dieser Vorschlag angenommen ist und die Prämierung geklärt wurde, könnte man seinen ersten Verbesserungsvorschlag einreichen.

Wofür kann man einen Verbesserungsvorschlag einreichen?
Ein Verbesserungsvorschlag kann immer dann eingereicht werden, wenn ein Arbeitnehmer eine Verbesserungs-Idee hat, die nicht unmittelbar in seinen Aufgabenbereich fällt. Es ist selbstverständlich, dass man in seinem Arbeitsbereich alles tun muss, um die Arbeit in der notwendigen Qualität und in der geforderten Zeit auszuführen. Sobald aber eine Idee für eine Verbesserung des Produkts, des Arbeitsablaufs, der Arbeitssicherheit oder auch zu einer größeren Motivation oder stärkeren Identifikation mit dem Unternehmen beiträgt, kann dafür ein Verbesserungsvorschlag eingereicht werden. Ein Verbesserungsvorschlag kann also für die „weichen Faktoren“ eingereicht werden oder für Verbesserungen, die ein Einsparungspotenzial für das Unternehmen beinhalten. Solche Verbesserungsvorschläge werden in der Regel auch besser prämiert, weil man die Verbesserung mit „harten Fakten“, also mit Geld, bewerten kann.

Als Beispiele für Verbesserungsvorschläge hier eine kleine Auswahl:

  • Produktideen und Verbesserungen an vorhandenen Produkten
  • Ausweitung der Angebotspalette
  • Produktivitätssteigerungen in der Produktion
  • Rationalisierungen in der Produktion und in der Verwaltung
  • Verbesserungen am Arbeitsfluss
  • Verringerung der Leerzeiten
  • Fehlervermeidung und Senkung des Ausschusses
  • Materialeinsparung
  • Einsparung von Energie (Wasser, Strom, Heizkosten)
  • Arbeitsplatzgestaltung und eine damit verbundene Kostensenkung
  • Arbeitssicherheit, die eine Senkung von Krankheitstagen zur Folge hat

Wie muss ein Verbesserungsvorschlag aussehen?

  1. Zunächst sollte das Formular die Überschrift Verbesserungsvorschlag haben.
  2. Der Kopf muss alle Angaben über den Einreicher des Verbesserungsvorschlags aufweisen, wie Namen, Vornamen, Anschrift, Personalnummer (falls vorhanden), Abteilung und die Bezeichnung der Tätigkeit.
  3. Darunter sollte der Titel des Verbesserungsvorschlags stehen.
  4. Danach folgt die Beschreibung des Ist-Zustands und das erkannte Problem bzw. der zu verbessernde Arbeitsablauf oder die zu verbessernde Situation.
  5. Lösungsvorschlag und die Beschreibung des Soll-Zustands.
  6. Wenn es bereits Tests für den Verbesserungsvorschlag gibt, sollten die Ergebnisse ausführlich beschrieben werden.
  7. Sehr gut ist es, wenn man für den Verbesserungsvorschlag bereits das etwaige Einsparpotential berechnet hat. Das kann in Geldbeträgen, in Zeitersparnis oder bei einer Fehlervermeidung auch in Form von Stückzahlen o.ä. beschrieben werden. Wer das nicht selbst ermitteln kann, sollte sich an das betriebliche Verbesserungsvorschlagswesen wenden, um eine Person benannt zu bekommen (z.B. aus der Kostenrechnung), die über die Kenntnisse verfügt das Einsparpotential zu berechnen.
  8. Wenn jemand an dem Verbesserungsvorschlag mitgearbeitet hat, sollte die betreffende Person im Anschluss genannt werden.
  9. Zum Abschluss noch Datum und Unterschrift einsetzen und der Verbesserungsvorschlag kann eingereicht werden.

Eure Ideen und Kommentare sind uns wichtig. Durch diese können wir uns weiter entwickeln und vorallem bessere Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten.

Euer Team von ideen-markt.com

 

 

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