Gute Verbesserungsvorschläge machen – aber wie?
Unternehmen wollen sich ständig verbessern und es gibt in einer Vielzahl von Betrieben, die ein Verbesserungsvorschlagswesen in die Organisation integriert haben. Von guten Verbesserungsvorschlägen profitieren nicht nur die Arbeitnehmer, sondern ganz besonders auch die Arbeitgeber, die für angenommene Verbesserungsvorschläge in manchen Fällen sehr hohe Prämien zahlen. Das können im Einzelfall manchmal mehrere zehntausend Euro sein – oder es gibt auch Fälle, in denen die Prämie für den Arbeitnehmer im sechsstelligen Bereich lag.

Wie findet man aber Ideen für gute Verbesserungsvorschläge?
Oft sind es im ersten Moment scheinbar fast belanglose Dinge, aber aus einer zunächst simplen Idee kann durchaus ein guter Verbesserungsvorschlag werden. Der einzelne Arbeitnehmer kann vielfach die Tragweite einer für ihn logischen und eigentlich einfachen Idee nicht überblicken und vor allem die Kostenvorteile nicht einschätzen, die auch schon mit kleineren Verbesserungsvorschlägen erreicht werden können. Bei einer engen Kalkulation im harten Wettbewerb der Unternehmen zählen sehr oft kleine Verbesserungen an vielen verschiedenen Arbeitsplätzen, um einen günstigeren Preis anbieten zu können und sich damit große Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Arbeitnehmer müssen wachsam sein und auf Probleme im Arbeitsalltag achten!
Wenn die tägliche Arbeit zur Routine wird, entsteht oft eine gewisse Betriebsblindheit. Manchmal sind es außen stehende Personen, die auf den ersten Blick einen verbesserungswürdigen Arbeitsgang erkennen und damit Rationalisierungseffekte entdecken. Um der Betriebsblindheit entgegen zu wirken, sollte jeder Arbeitnehmer seine Tätigkeit ständig hinterfragen und sich selbst an seinem Arbeitsplatz überprüfen. Eine der Methoden zu Erkennung von Verbesserungspotential ist die

6-W-Methode zur Problem- und Zielfindung.
Wenn ein Arbeitnehmer an seinem Arbeitsplatz oder im Arbeitsfluss Tätigkeiten erkennt, die möglicherweise verbesserungswürdig sind, können die 6-W-Fragen dabei helfen das Problem zu erkennen, zu beschreiben und am Ende können die beantworteten Fragen zu einem Verbesserungsvorschlag führen.

6-W-Methode

Mit Hilfe der 6-W-Fragen einen Verbesserungsvorschlag schreiben!
Durch die strukturierte Sammlung von Informationen mit der 6-W-Methode kann man sich selbst zunächst ein klares Bild über den IST-Zustand verschaffen, das Problem oder das Verbesserungspotential erkennen und zu einem Vorschlag kommen, was verbesserungswürdig ist. Gleichzeitig wird mit dieser Technik das Arbeitsumfeld beleuchtet, denn mit den Fragen: Wer ist davon betroffen, wobei tritt das Problem auf und wann erkennt man das Problem, besteht für die Empfänger die Möglichkeit die Problemstellung auch in anderen Arbeitsbereichen zu erkennen. Durch die Gegenfragen, wo das Problem nicht auftaucht, wer davon nicht betroffen ist und wann man das Problem nicht hat wird die Idee transparent gemacht und der Einsatzbereich für den Verbesserungsvorschlag eingegrenzt. Schließlich führen die Fragen: Warum sollte man etwas ändern und wie das Problem erkannt wurde zu der Erkenntnis, warum der Verbesserungsvorschlag umgesetzt werden sollte und es gib am Ende den Vorschlag, wie der Idealzustand nach der Umsetzung des Verbesserungsvorschlags aussehen könnte.

Durch die Beantwortung der 6-W-Fragen im Bereich des IST-Zustands hat man eine Zusammenfassung des normalerweise stattfindenden Arbeitsschritts und bei den „Nicht-Problemen“ wird der Aktionsradius für die Verbesserung eingegrenzt. Im Bereich SOLL-Zustands bekommt man eine Beschreibung des Verbesserungsvorschlags, die alle Fragestellungen der Entscheider abdeckt und dann nur noch in die übliche Form eines Verbesserungsvorschlags eingearbeitet werden muss. Ideal ist darüber hinaus natürlich eine Berechnung des Verbesserungsvorschlags, die ein mögliches Kosteneinsparungspotential erkennen lässt. Wer das nicht selbst kann, sollte sich an das Verbesserungsvorschlagswesen, den Betriebsrat oder an einen Kostenrechner/Kalkulator im Unternehmen wenden.

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